Oktober 04, 2018

Dein altes Portemonnaie hat die besten Zeiten hinter sich und du bist auf der Suche nach einem neuen Geldbeutel? Mittlerweile gibt es zahlreiche Methoden sein Geld zu transportieren und eine breite Auswahl an verschiedensten Modellen: Von der klassischen Ledergeldbörse, über die typische XXL Damengeldbörse, bis hin zu sehr kompakten Varianten. Auch bei den Preisen gibt es erhebliche Unterschiede, die je nach Material und Verarbeitung können diese von 5 € bis zu 200 € reichen. Da fällt dir deine Entscheidung vielleicht nicht leicht, denn das Portemonnaie ist dein tagtäglicher Begleiter und sollte zu jedem Typ und seinen Gewohnheiten passen. Deswegen haben wir dir hier eine kleine Gegenüberstellung der geläufigsten Geldbeutelvarianten zusammengestellt.

Gegenüberstellung der Geldbeutelmodelle

#1 Klassische Ledergeldbörse für Herren 

Dieses Modell ist die beliebteste Variante vor allem bei Männern – und das hat gute Gründe. Es überzeugt durch einen verständlichen Aufbau mit einer einfachen Handhabung. Scheine, Münzen und Karten werden durch eine gute Übersicht und Ordnung schnell gefunden und lassen sich nach Bezahlung genauso schnell wieder einordnen. Einmal aufgeklappt hat man durch separat verstaute Karten und fächerbare Scheine, welche ebenfalls nochmals geordnet werden können, einen schnellen Überblick über seine Finanzen. Das Münzfach bietet ebenfalls genug Platz für Kleingeld und sonstige Gegenstände.

Allerdings wird durch die zahlreichen Lederschichten zwischen Personalausweis, Führerschein, Bankkarte und Co. das Portemonnaie nicht nur extrem dick und unhandlich, sondern auch sehr schwer. Dies führt beim Tragen in der Gesäßtasche zu ausgebeulten Hosen, welche langes Sitzen unkomfortabel und schmerzhaft machen. Langfristig leidet so nicht nur der Stoff der Hosen, sondern - noch viel schlimmer – auch die Wirbelsäule unter der permanenten Fehlbelastung. Doch damit nicht genug: Durch die auffordernde Trageposition lockst du Diebe regelrecht an und wirst somit zu einem leichten Opfer.

Fazit: Du magst du es klassisch & geordnet und legst wenig Wert auf Trends & Tragekomfort

#2 Typischer XXL Damengeldbeutel

Mit der größten Geldbörsenvariante bringst du maximale Ordnung in dein Chaos aus Kassenzetteln, Visitenkarten und Ausweisen und hast dabei noch die größte Kapazität. Auch in der Handhabung erweist sich der XXL-Geldbeutel als simpel. Nach dem Öffnen des Reißverschlusses kann man all seinen Inhalt auf deinem Blick sehen. Das meist zentral positionierte Münzfach bringt sämtliche Münzen und Chips unter. Links und rechts davon befinden sich Laschen für Karten und mehrere Fächer für Scheine und Sonstiges. Manchmal ist an der Außenseite nochmals ein kleines Fach angebracht.

Wegen seiner stattlichen Größe weist dieses Portemonnaie in der Kategorie Tragekomfort die schlechtesten Werte auf. Es kann in nahezu keiner Hosen- oder Jackentasche vollständig untergebracht werden. Daher musst du immer eine entsprechende Tasche dafür nehmen oder es in deinen Händen tragen. Dies ist ein Hindernis für so manch spontane Spaziergänge. Zudem gibst du potentiellen Dieben durch den nicht zu übersehenden und gut greifbaren Geldbeutel freie Bahn.

Fazit: Du benötigst extrem viel Platz & Ordnung und verzichtest auf Tragekomfort & Sicherheit

#3 Space Wallet Mini Geldbörse

Bist du eher ein Minimalist, der dennoch auf nichts verzichten will und gleichzeitig voll mit dem Trend geht? Mit einem Space Wallet hast du eines der innovativsten und stylishsten Portemonnaies. Obendrauf ist es beim Thema Tragekomfort der eindeutige Gewinner. Durch die kompakte Form lässt sich die Mini Geldbörse in allen noch so winzigen Taschen nahezu unsichtbar unterbringen und ist somit auch noch äußerst Diebstahlsicher. Durch das reduzierte Design des Geldbeutels ist die Übersichtlichkeit recht gut gewährleistet. Das hintere Elastikband fixiert bis zu 15 Karten und gibt dadurch die nötige Stabilität. In das Münzfach vorne passen etwa 8 Münzen und für Geldscheine ist ein einem separaten Fach genügend Platz.

Allerdings ist es in der Handhabung nicht ganz so einfach als die vorhergehenden Modelle. Wegen der kleinen Form des Geldbeutels musst du alle deine Geldscheine, bevor du sie einstecken kannst, zweimal falten. Auch deine Karten siehst du nicht auf einem Blick und die Kapazität der Münzen ist begrenzt. Dies ist für den Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach einer kurzen Umstellungszeit hast du schnell den Dreh raus und die Vorteile überwiegen.

Fazit: Du bist stylish, willst auf nichts verzichten & alles kompakt haben, nimmst aber dafür eine Eingewöhnungsphase in Kauf

#4 Geldklammer

Die Geldklammer ist in unserem Vergleich die außergewöhnlichste Geldbörse. Sämtliche Karten werden im Inneren des Portemonnaies sicher mit Knickschutz zusammengehalten, die Geldscheine mit der Klammer fixiert. Der gesamte Geldbeutel ist nicht viel größer als der Space Wallet und lässt sich somit analog transportieren. Allerdings gibt es Einschränkungen bezüglich des Komforts, denn wegen des stabilen Gehäuses könnte es im Gesäß unangenehm werden.

In der Praxistauglichkeit schneidet die Geldklammer am schlechtesten ab. Nicht nur durch die fehlenden Möglichkeiten der Münzunterbringung und die begrenzte Scheinaufnahme, sondern vor allem wegen die komplizierte Geld- und Kartenentnahme. Hierfür ist eine geschickte Hand notwendig. Auch der Überblick über den Inhalt des Portemonnaies ist schwierig.

Fazit: Du willst Neues ausprobieren & auffallen und verzichtest auf Münzen & einen schnellen Zugriff

#5 Flaches Portemonnaie ohne Münzfach

Mit einem Geldbeutel komplett ohne Fach für Kleingeld hast du die vielleicht schmalste Geldbörse, welche allerdings meist die Größe eines herkömmlichen Portemonnaies hat. Dennoch lässt sie sich gut transportieren und nah am Körper aufbewahren. Dies führt zum einen zu einem relativ geraden Becken beim Sitzen (im Gegensatz zur klassischen Ledergeldbörse) und zum anderen zu weiteren Möglichkeiten der Verstauung, wie die Brusttasche. Derartige Geldbörsen haben meist separate Fächer für jede Karte und eine kleine Klammer oder Gummibänder zur Befestigung von Scheinen. Durch ihren dezenten Auftritt ist dies eine diebstahlsichere Geldbörse.

Im Alltag kann sich die Benutzung etwas schwieriger erweisen. Zwar müssen Scheine nur einfach gefaltet werden, aber durch den fehlenden Raum für Münzen ist es, auch im Zeitalter des bargeldlosen Zahlens, problematisch. Jeder bekommt im Laufe seines Tages Wechselgeld, welches irgendwo untergebracht werden muss.

Fazit: Du willst ein sehr schmales & einfaches Portemonnaie, bist aber ausschließlich bargeldloser Zahler

#6 Kleine Münzgeldbörse

Chaos – das ist dein Ding? Mit einer kleinen Münzgeldbörse, welche durch ausschließlich ein Fach gekennzeichnet ist, kannst du von Kleingeld, über Scheine und Karten, auch sonstigen Kleinkram wie Earplugs unterbringen. Dabei gibt es viele verschiede Verschlüsse, beispielsweise Druckknöpfe, Reißverschlüsse oder Laschen. Durch die kompakte Größe ist meist ein guter Komfort beim Tragen gegeben, sofern diese nicht mit unnötigem Kleingeld vollgestopft wird. Auch Diebe haben womöglich wenig Anreiz eine derartige Geldbörse, in der vermeintlich nur Münzen enthalten sind, zu stehlen. Zudem kann das Geld recht schnell verstaut werden, allerdings erweist sich das Wiederfinden als umso schwieriger, wo wir beim Thema Ordnung wären.

Dieses Portemonnaie in der Kategorie Ordnung als eindeutiger Verlierer hervorgegangen. Du brauchst länger zum Finden der gewünschten Gegenstände und hast wenig Überblick über deinen Inhalt. Lästiges Suchen an der Kasse kann die Folge sein. Zudem ist die Aufnahmekapazität der kleinen Münzgeldbeutel begrenzt und besonders angesagt sind sie derzeit auch nicht.

Fazit: Du liebst Unordnung & findest auch im Chaos zurecht und benötigst dabei wenig Platz

RFID Geldbörse Test

Theoretisch ist es bei fast allen Geldbeutelmodellen möglich, deren Inhalt RFID sicher zu machen. Bei vielen Varianten der klassischen Ledergeldbörse oder des Portemonnaies ohne Münzfach ist bereits ein RFID Blocker im Stoff integriert, um die Kreditkarten vor unbefugtem Auslesen zu schützen. Die Damengeldbörsen, die Space Wallets und die Geldklammern sind meist ohne RFID Schutz, können aber problemlos mit speziellen Schutzkarten RFID-Sicherheit gewährleisten. Nur bei der Münzgeldbörse wird es wegen ihrer Eigenschaften problematischer.

Benötigst du viel Platz und Übersicht im Portemonnaie oder überwiegen für dich die Vorzüge des Coolnessfaktors und des Tragekomforts? Letztendlich musst du wissen, wie du dein Geld am liebsten unterbringst und für dich entscheiden, welche Kriterien dir demzufolge am wichtigsten sind.